Aisata - ein Name wie ein eigenes Musical. Aber noch singt, tanzt und spielt sie eine andere Geschichte: Aisata Blackman ist Rachel Marron, die Hauptfigur in BODYGUARD. Ein Treffen mit dem Musicalstar im Dorotheen Quartier.

Wie es sich für eine echte Holländerin gehört, hat sie als Kind von der Mini Playback Show geträumt. Heute ist aus Mini längst die große Bühne geworden. Und aus Playback jeden Abend live vor Tausenden Zuschauern singen und spielen. Im Eduard’s bestellt sie frischen Ingwertee. Stimmenbalsam für den Auftritt am Abend.

Aisata Blackman ist Abend für Abend Rachel Marron. Ihre Rolle in Bodyguard war die Paraderolle von Whitney Houston. Und auch Aisata steht die Diva gut. Dabei ist sie das genaue Gegenteil: für eine Primadonna ist ihr Wesen zu einnehmend und ihr Lächeln zu echt, wenn sie über ihre Arbeit auf der Bühne und über ihre große Leidenschaft spricht: die Magie der Musik.





Sie hört aufmerksam zu und antwortet dann in einem herrlichen Mischmasch aus Deutsch und Englisch. Dabei ist ihre Muttersprache Holländisch. Ihre Mutter stammt von der kleinen Karibikinsel Saba, der Vater aus dem südamerikanischen Surinam. Vom Dad hat sie den Mut, sich voll und ganz in das Abenteuer Musik und Musical zu stürzen. Von der Mum die Bodenhaftung.

„Jedesmal wenn ich Auditions hatte und den Job nicht bekommen habe, sagte meine Mama: Dir geht es doch gut. Du hast einen festen Job und kannst nebenbei noch ein bisschen singen.“

Aber nebenbei und ein bisschen – das ist so gar nicht ihre Art. Von diesem  Hundertprozentgeben konnten sich 2012 auch die Jury und das Publikum bei „The Voice of Germany“ überzeugen, wo Aisata in der zweiten Staffel begeisterte. Ihr großer Durchbruch? „Eine Teilstrecke meiner Reise“, sagt sie.

Eine Reise, die Aisata nach Stuttgart geführt hat. Erst zu Rocky, dann zu Bodyguard und an diesem sonnigen Tag ins DOQU. Nicht zum ersten Mal: ihre Wurzeln und ihre ambitionierten Kochkünste führen sie oft hier durch. Auf der Suche nach den exotischen Kräutern, für die Küche Surinams, aus der sie viele Einflüsse für ihre Lieblingsrezepte übernommen hat.

 

„STUTTGART? HIER MUSS ES UNBEDINGT SCHÖN SEIN.“


Demnächst hat Bodyguard Jubiläum: 250 Shows. 250 Mal „I will always love you“ und andere Welthits. Einen mag sie ganz besonders: „I wanna dance with somebody. Denn da tanzt und klatscht und singt das ganze Publikum mit. Und ich kann der Performer sein, der ich so gerne bin.“ Denn ob in Möhringen oder am Broadway: Musical ist durchchoreographiert und kein Zufallsprodukt. „Aber am Ende, bei der letzten Nummer: da bekommst du ganz viel Energie von den Zuschauern zurück“, strahlt sie.

„In Bodyguard gibt es so viele Emotionen: Neugier, Angst, gebrochene Herzen, Trauer und natürlich Liebe. In all diese Gefühle einzusteigen – das ist jeden Abend wie eine Achterbahnfahrt“ schwärmt sie und zeigt ihr schönstes Gefühl: Freude. Freude auch darüber, das Bodyguard in Stuttgart gespielt wird. Eine Stadt, die Aisata schnell erobert hat – und umgekehrt.

„Ich mag Stuttgart unglaublich. Das viele Grün, diese Hügel, dann hat es auch etwas Schickes und es gibt eine echte City.“ Sie erinnert sich an ihre erste Fahrt dorthin – und ihren ersten Halbhöhenlagen-Moment: „Es war dunkel. Ich sah die Lichter und dachte: Oh mein Gott. Hier muss es auch tagsüber unbedingt schön sein.“ 
Auf der Musicalbühne trägt sie in fast jeder Szene ein anderes Kostüm. Was die Frage aufwirft, ob Aisata Blackman auch im richtigen Leben ein modischer Mensch ist. Ein Blick ersetzt die Antwort: In strahlendem Gelb macht sie an diesem sonnigen Vormittag das Eduard’s zu einem kleinen Laufsteg. „Ich liebe schöne Kleidung. Aber ich lebe nicht für Mode. Ich muss oft meine Freundinnen fragen, wie ich was kombinieren soll. Da sind die besser,“ lacht sie. Kleiner DOQU Styling-Tipp: bitte einfach weiter dieses einnehmende Wesen mit diesem strahlenden Lachen kombinieren.

Am Abend kurz vor dem Auftritt sendet Aisata Blackman dann noch einen Gruß via Instagram: „Danke für den tollen Nachmittag im schönen Dorotheen Quartier. Wir sehen uns bald in Bodyguard, das Musical“. Ein Dankeschön, das man von Herzen erwidert. Und eine Einladung, die man sehr gerne annimmt: man sieht sich im DOQU und im Musical.

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