Seit 3 Jahren stürmt ihr Mann für den VfB Stuttgart. Seit 3 Jahren lebt auch Wiebke Ginczek hier. Sie liebt das Grün vor der Stadt und das Grossstadtgefühl mittendrin. Zeit, Ihr eine neue potenzielle Lieblingsecke vorzustellen.

Die Einladung ins Dorotheen Quartier bekommt sie nicht, weil sie Frau Ginczek ist. Sondern weil sie Wiebke ist. Oder genauer: wibiginni_love. So lautet ihr Name im sozialen Flechtwerk von Instagram. Wo ihr mehr als 16.000 Menschen folgen. ‚Family Life’ untertitelt sie dieses Fenster in ihr Leben.

Sie hat ihre eigenen Fans. Die wiederum eigene Wiebke Ginczek Fanpages haben.

So kommt es vor, dass Fans vor dem Stadion warten. Auf ein Foto mit Daniel Ginczek – und manchmal auch auf eines mit ihr. „Klar steht Dani im Mittelpunkt. Aber wenn mich dann mal jemand anspricht, dann freu ich mich wie ein Schnitzel“ erzählt sie und lacht.

Schön, dass sie sich zeigt. Die Frau hinter dem Account. Schon ihr Händedruck lässt die Powerfrau erahnen. Kein Wunder: Wiebke ist nicht viel weniger sportlich als Ehemann Daniel. Als Jugendliche hat sie selber Fußball gespielt. Stürmerin natürlich. „Ich seh das schon, wenn abseits ist“ sagt sie – und erklärt auch gleich das Regelwerk dazu.

Von Spielerfrau keine Spur. „Das ist doch auch einfach mit einem dummen Klischee belegt. Ich bin die Frau eines Spielers – ja.“ Nur das, was die Menschen damit in ihren Köpfen verbinden, das sei sie überhaupt nicht. Was Wiebke im sehr herzlichen Gespräch und beim anschließenden Bummel durch das Dorotheen Quartier ganz charmant und ungezwungen zeigt. Die meisten Menschen, die ihr auf Instagram folgen, tun das, weil sie mögen, was sie macht – und nicht, wer sie ist. Oder der Mann an ihrer Seite.

Nun könnte man denken, eine Frau wie Wiebke Ginczek, die online ihre schönsten Momente zeigt, kauft auch online ein. Aber sie hat durchaus ihre Lieblingsecken im richtigen Leben. Offline und mitten in Stuttgart. Seit 2014 sind die Ginczeks hier und fühlen sich pudelwohl: „Wir haben uns hier super schnell eingelebt.“

 

UND IRGENDWANN WAR INSTAGRAM

Mit der Geburt ihrer beiden Töchter Lou Carlotta und Mali Ellen fing es dann an, dass Wiebke sich Anregungen auf Instagram geholt hat. „Ich hab mich durch andere Leute inspirieren lassen. Sei es für die Kinderzimmereinrichtung oder für Mode. Irgendwann habe ich mir gedacht: vielleicht kann ich ja auch andere inspirieren.“ So entstand wibiginni_love. Eine Art Fototagebuch aus dem Leben der Familie Ginczek.

Ihre Bilder dort strahlen viel Positives aus. Lichtdurchflutet sind sie und fröhlich, mit schönen Ausschnitten. „Mir macht das einfach Spaß. Wenn ich eine schöne Wand sehe, muss ich ein Foto machen.“ Manchmal mit dem Smartphone, manchmal mit der Kamera. „Von Technik hab ich allerdings überhaupt keine Ahnung.“ Von Ästhetik aber durchaus.

Fußball spielt auf ihrem Instagram Kanal nur eine Nebenrolle. „Mein Schwerpunkt ist schon das moderne Mamaleben. Fashion, Kids, Mädchenmama sein,“ sagt sie. Sie teilt gerne – aber sicher nicht alles. Ein frontales Portrait ihrer Kinder wird es auf Instagram ebenso wenig geben wie eine Wiebke Ginczek im Schlabberlook. „Dazu bin ich zu eitel“ lacht sie, „das hab ich mit Daniel gemeinsam.“

Daniel Ginczek, der Mann an ihrer Seite im Rampenlicht. Ein Publikumsliebling, den die Fans auch für sein Durchhaltevermögen wertschätzen. Zwei Kreuzbrandrisse, zweimal abgestiegen. Doch immer wenn es Rückschläge gab, hat er hart für das Comeback gekämpft. Zuletzt für die Rückkehr des VfB, wo er hingehört. Wiebke freut sich riesig auf die erste Liga. „Gladbach, Schalke, Köln, Dortmund“ zählt sie auf - alles quasi Heimspiele für die Ginczeks. Denn Wiebke stammt unüberhörbar aus Remscheid im Bergischen Land. Die Bundesliga – sie hat den schönen Nebeneffekt, dass sie bei manchen Auswärtsspielen Kurzurlaub in der Heimat machen kann.

Das Treffen endet – natürlich - auf Instagram. Wo Wiebke noch einen Gruß aus dem Dorotheen Quartier sendet. Nicht, weil man sie bittet, sondern weil es ihr offensichtlich gut gefallen hat. Danke für die Blumen. Und für deinen netten Besuch, wibiginni_love.

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