Glückssache: Die Spielbank im Dorotheen Quartier, Stuttgart

FREITAG, 04.10.2019 VON 9.30 BIS 20 UHR

Ein Croupier aus Leidenschaft

Am Freitag, den 4. Oktober verwandelt sich die Aktionsfläche des Dorotheen Quartiers in einen „großen Spieltisch“. Professionelle Croupiers der Spielbank Stuttgart helfen dem Glück auf die Sprünge – von 10:00 bis 20:00 Uhr können Besucher sich beim Black Jack versuchen und sich über kleine Gewinne freuen. Für alle, die an diesen Tagen gerne auch am „großen Tisch“ Platz nehmen und ihr Glück beim Roulette herausfordern möchten, steht ein Shuttle-Service in der Zeit von 19:30 Uhr bis 02:00 Uhr vom Dorotheen Quartier zur Spielbank zur Verfügung.

Wir haben uns vorab mit Frau Helai Mehr, Croupier der Spielbank Stuttgart getroffen und über die Männerdomäne Casino, ihren Arbeitsalltag und Risikobereitschaft unterhalten.

DOQU: Frau Mehr, wie lange arbeiten Sie schon in der Stuttgarter Spielbank?
Helai Mehr: Ich bin seit über zehn Jahren dabei – angefangen habe ich als studentische Aushilfe. Da ich auf den Fildern aufgewachsen bin, war die Nähe zur Spielbank immer da. Es gab da so ein Knistern und aus dem Beruf wurde quasi eine Berufung.

DOQU: Wie kann man sich Ihren Arbeitsalltag in der Spielbank vorstellen?
Helai Mehr: Als Croupier arbeite ich gewöhnlich zwischen 45 und 60 Minuten, dann habe ich eine Pause von 15 Minuten. Wir bieten ein breites Spektrum an Spielen an. Vom Roulette angefangen über Black-Jack und Poker bis hin zum Baccara.

DOQU: Wer kommt zu Ihnen in die Spielbank?
Helai Mehr: Unser Publikum ist total gemischt. Das verbindende Element ist wahrscheinlich, dass sich alle einen besonderen Abend gönnen möchten. Ein schönes Kleid anziehen, sich die Haare machen, das gute Hemd aus dem Schrank legen, um dann gemeinsam den Abend zu zelebrieren. Das kenn ich ja auch von mir!

DOQU: Spielen Sie auch in Ihrer Freizeit?
Helai Mehr: Ja, natürlich! Wenn ich privat unterwegs bin, sehe ich mir oft andere Casinos an und lasse mich auf eine Runde oder zwei ein – am liebsten Roulette. Das ist mein Spiel!

DOQU: Wie risikofreudig sind Sie dann?
Helai Mehr: Ich mag das Risiko – das gehört zum Spaß am Spiel dazu. Bei meinen Gästen fiebere ich immer mit. Glück ist eine Sinuskurve – es kommt und geht. Das macht die Spannung am Spiel aus.

DOQU: Wie ist es als Frau in einem Casino zu arbeiten?
Helai Mehr: Früher war es wirklich unüblich, wenn Frauen in Casinos gearbeitet haben – das hat sich zum Glück geändert. Auch das Publikum wird jünger und weiblicher. Die Zeiten, in denen nur Männer um die Tische standen, sind definitiv vorbei.

DOQU: Bis auf Poker?
Helai Mehr: Ja, das stimmt – Poker ist immer noch sehr männlich. Dabei glaube ich, dass Frauen viel besser bluffen können. (lacht) Sie müssen sich einfach mal trauen!
 
DOQU: Gibt es denn so etwas wie Schwellenangst?
Helai Mehr: Klar, aber wir beißen ja nicht. (lacht) Für absolute Beginner bieten wir zudem auch Einführungen an, bei denen die einzelnen Spiele fachgerecht erklärt werden. Das ist bei Gruppen und Junggesellenabschieden sehr beliebt.

DOQU: Was raten Sie den Besuchern des Dorotheen Quartiers, wenn sie ihr Glück beim Jack Black versuchen wollen?
Helai Mehr: Einfach Spaß haben – das ist das wichtigste! Zudem wird das Spiel auch gegen die Bank gespielt und ist relativ einfach und schnell zu lernen. Also keine Angst – sobald man einmal in den Spielabläufen drin ist, läuft es wie von selbst!